Duales Studium Hessen 

Erfolgreiche Kommunikation in gemeinsamer Sache: Ein Rückblick auf die Landeskampagne Duales Studium Hessen

Ihre Ansprechpartnerin: Michaela Sadewasser Michaela Sadewasser

In vier Jahren kommt einiges zusammen. 200 Schulveranstaltungen, sieben Duale Studienbörsen und vier Ideenwerkstätten zum Ausbildungsmarketing, zum Beispiel. Dazu seitenweise gute Ideen für das Recruiting in einem Kampagnenmagazin, über 500 Facebook-Beiträge sowie 2.800 Fans, drei tierische Botschafter und ein unverwechselbares Erscheinungsbild auf Flyern und Broschüren, Postern und Postkarten. Und, und, und  …

Zum Abschluss der Landeskampagne Duales Studium Hessen, die Mandelkern seit 2012 kommunikativ begleitet hat, haben wir unseren inzwischen riesigen Fundus an Ideen, Erfahrungen und spannenden Produkten rund um das duale Studium noch einmal gesichtet. Und bei Alexandra Gerlach, die das Duale Studium Hessen im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung betreut, nachgefragt: Wo steht die Marke Duales Studium Hessen heute? 

Als das Hessische Wirtschaftsministerium 2008 erstmals eine Kampagne zum dualen Studium ausgerufen hat, werden sich nicht wenige mit Blick auf die Studierendenzahlen gefragt haben, ob das duale Studium jemals über den Rang eines Nischenphänomens im Bildungsdiskurs hinauskommt. Warum hat das duale Studium in Hessen so früh so viel Aufmerksamkeit erfahren?  

Gerlach: Wir waren in Hessen vergleichsweise früh dran, das stimmt. Das duale Studium ist vor allem in den letzten drei bis vier Jahren verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt – nicht zuletzt, weil bundesweit die Zahl entsprechender Kampagnen und Initiativen enorm gewachsen ist. Dass wir dieses Thema unter dem Aspekt der Fachkräftesicherung früher als andere auf die Agenda genommen und landesweite Strukturen geschaffen haben, zahlt sich für uns heute merklich aus: Wir haben in Hessen eine große Angebotsvielfalt – auch was unterschiedliche Zeit- und Organisationsmodelle angeht – und gleichzeitig eine hohe Transparenz durch die gemeinsame Dachmarke Duales Studium Hessen. Das trägt erheblich zur Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft der Kampagnenbotschaft bei: Das duale Studium ist ein zukunftsweisendes Modell der beruflichen Bildung. Denn es schlägt die Brücke zwischen Ausbildung und Studium. So gewinnen Unternehmen früh qualifizierte Fachkräfte und die Studierenden starten mit einer wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Ausbildung in das Berufsleben. Steigende Studierendenzahlen und die große Zahl an Partnerunternehmen im Dualen Studium Hessen bestätigen das.  

Wo steht Hessen bei der Entwicklung des dualen Studiums heute im bundesweiten Vergleich?
  
Gerlach: In vielen Punkten hat Hessen eine Vorreiterrolle eingenommen. Bereits 2010 haben wir Qualitätskriterien für die Marke definiert und damit eindeutig zwischen dualen und berufsbegleitenden Studienangeboten unterschieden. Das ist längst noch nicht in allen Bundesländern üblich. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates, der 2013 in einem Positionspapier zur Entwicklung des dualen Studiums eine begriffliche Angrenzung und Systematisierung des dualen Studiums vorgenommen hat, decken sich übrigens mit unserer hessischen Definition. So zielt die Marke „Duales Studium Hessen“ zentral auf die curriculare Verzahnung von Theorie und Praxis ab. Das ist unsere Qualitätsgarantie: Hier ist dual drin, wo dual draufsteht.  

Auch in vielen anderen Aspekten erfährt unser hessisches Modell große Aufmerksamkeit und Anerkennung: Unsere Qualitätskriterien, die Musterkooperationsverträge für die Zusammenarbeit zwischen Bildungsanbietern und Unternehmen oder das mit den Kammern und Bildungsanbietern gemeinsam entwickelte Informationsmaterial zur Ausgestaltung der betrieblichen Praxisphasen haben inzwischen Eingang in die bundesweite Diskussion im Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung gefunden und dienen dort als Best Practice-Beispiel. Darauf dürfen wir stolz sein. 

Woran erinnern Sie sich in der Rückschau zur Kampagne besonders gerne?

Gerlach: Die größte Leistung liegt sicher in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit – und vor allem ihrer Kontinuität: Bei 16 Hochschulen und Berufsakademien, zehn Industrie- und Handelskammern und drei beteiligten Ministerien ist das keine Selbstverständlichkeit. Dass so viele Partner, deren Interessen naturgemäß nicht immer hundertprozentig zur Deckung kommen, über die Jahre hinweg konstruktiv an einem Ziel und der gemeinsamen Dachmarke arbeiten, ist wirklich herausragend.

Ganz konkret war daher der Kongress im Sommer 2013 sicher ein Meilenstein in der Kampagne.
Wenn drei hessische Minister, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, ein Vertreter der Generaldirektion der EU-Kommission und die Fondsverwaltung des ESF Hessen bei einer Veranstaltung auftreten, ist das ein Ereignis, das nicht alle Tage vorkommt. Nicht nur weil vor 200 Gästen sichtbar gemacht wurde, wie viele engagierte Partner hinter dem Thema stehen, sondern auch weil mit der öffentlichen Unterzeichnung des Memorandum of Understandings der Grundstein für eine regionale Verstetigung der Kampagne gelegt wurde, die bis heute trägt und auch zukünftig weiter wirkt.

 

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