Sechster Frankfurter Demografiekongress

Die Mensch-Maschine – Rückblick auf den 6. Demografiekongress

Ihre Ansprechpartnerin: Michaela Sadewasser Michaela Sadewasser

Interessant, wie ein Musikalbum von Kraftwerk aus den späten 1970er Jahren als Vorlage für einen globalen Trend im 21. Jahrhundert herangezogen werden kann. Und wie damals Synthesizer Einzug in die Musikwelt erhielten, sind es heute die digitalen Möglichkeiten von Industrie 4.0, die unsere Gesellschaft und Wirtschaft beeinflussen. Und wo bleibt da der Mensch?

v.l.n.r.: Dr. Josephine Hofmann, Leiterin Competence Center Business Performance Management am Fraunhofer-Institut, Prof. Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, Magdalena Münstermann,  Prokuristin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Bernd Münstermann GmbH & Co. KG, Karl-Heinz Schulz, Geschäftsführender Gesellschafter Mandelkern Marketing & Kommunikation GmbH, , Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences und Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa AG. 

Unter dem Motto „FrankfurtRheinMain – 4.0 im Licht der Zukunft“ beleuchteten wir Licht- und Schattenseiten der Digitalisierung der Arbeitswelt. Fangen wir mit den Schatten an, damit wir uns schnell dem Positiven widmen können. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa illustrierte in seiner Keynote deutlich, dass die Roboter nicht irgendwann kommen – sie sind schon da. Und das nicht nur in der einfachen Fertigung. Das Besondere an 4.0 ist der Angriff auf den Mittelstand. Sie können uns das Kochen abnehmen, journalistische Tätigkeiten – ja sogar der Job des Volkswirten selbst könnte irgendwann von vollautomatischen Programmen ersetzt werden. Kein schönes Szenario. Zumindest nicht für Herrn Brzeski und seine Kollegen.

Eine wirkliche Entwarnung konnte auch seitens der Wissenschaft nicht gegeben werden. Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut gab in der zweiten Keynote zu bedenken, dass wir uns von tradierten Vorstellungen wie: „Lern `was Gescheites, dann hast du einen sicheren Job“ verabschieden müssen. Aber: Die Digitalisierung hat auch viele positive Seiten – wie beruhigend. Beginnend bei flexibleren Arbeitskonzepten bis hin zu neuen Möglichkeiten, die Arbeit menschenfreundlicher zu gestalten. Was es dafür braucht, sind vor allem mutige Entscheidungen und passende rechtliche Rahmenbedingungen.

Industrie 4.0 im Praxistest

Wie mutig sind denn die Unternehmen in FRM? Oder befindet sich die Metropolregion noch im analogen Dornröschenschlaf? Und wer sagt überhaupt, dass die Zukunft nicht auch analog erfolgreich sein kann? Reflexionen dazu gab’s im Bistrotalk mit Magdalena Münstermann, einer gestandenen Mittelständlerin aus dem – nomen est omen – Münsterland sowie Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences.

In drei Foren ging es dann am Nachmittag um Aspekte agiler Arbeit, digitalisierter Produktionsmöglichkeiten im urbanen Raum, einer für die heutige Zeit angemessenen Willkommenskultur und und und. Im Mittelpunkt dabei stets der Mensch. Mal als kreativer Treiber (eine Belegschaft, die sich selbst steuert und keine Regeln von oben bekommt), mal als Bremser (nämlich dann, wenn sich die mentalen Grenzen mit den geografischen decken).

Was dabei herauskommt? Viele Hausaufgaben für die Region 4.0. Aber wir lernen ja fürs Leben, nicht wahr? Und auch das galt in den 1970ern schon – bleibt also alles anders.

Wer mehr über den Kongress und seine Referenten erfahren möchte, schaut auf unserer Demonetzseite vorbei und lässt sich inspirieren. Bis zum nächsten Jahr – am 28. März 2017 nämlich!

Events Fachkräftesicherung Mandelkern Netzwerk

Sie möchten mehr über das Projekt erfahren? Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an!

Michaela Sadewasser Michaela Sadewasser


Termine

Themen

Publikationen

Newsletter

Bestens vernetzt

Hier geht es zu unseren Social-Media-Kanälen

Meistgelesen

Rock`n`Roll never dies: Warum Jung und Alt nicht nur auf Konzerten wieder zueinanderfinden

Ihre Ansprechpartnerin: Michaela Sadewasser

C64, Porno, Prekär, Praktikum, Nintendo, Facebook und natürlich Y – zu sieben Generationen gehören alle, die 1985 geboren wurden. Hier erfährt „Wer bin ich und wenn ja, wie viele“ eine ganz neue Bedeutung! Warum solche Typisierungen Quatsch sind und was die Altersgruppen – vor allem in der Arbeitswelt – tatsächlich voneinander denken, diskutieren wir am 22.03. auf dem 8. Demografiekongress. mehr lesen...

Weniger Technik und Management, mehr Mut zu Leadership

Ihr Ansprechpartner: Karl-Heinz Schulz

Wer die digitale Transformation bewältigen will, muss die Menschen mitnehmen. Sagen nicht nur wir, sondern viele Führungskräfte, die den 6. Demografiekongress im April dieses Jahres besuchten. Grund für uns, dem Thema im nächsten Jahr nicht nur ein Forum, sondern gleich einen ganzen Kongress zu widmen: „Führung 4.0 – Aufbruch in eine neue Arbeitswelt“ heißt er, und im aktuellen IHK-Wirtschaftsforum gibt es darauf einen Vorgeschmack. mehr lesen...

"Eine technische Ausbildung? Nee, is‘ nix für mich!" 

Ihr Ansprechpartner: Gökan Tolga

So denken heute viele Jugendliche – und rennen lieber in Scharen an die Uni. Betriebe bekommen das immer stärker zu spüren: Qualifizierte und motivierte Lehrlinge werden zur Mangelware. Mit der Nachwuchskampagne des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) möchten wir dazu beitragen, dass sich wieder mehr junge Menschen für eine technische Ausbildung entscheiden. Um das zu erreichen, haben wir jetzt ein Erklärvideo erstellt, das dem Nachwuchs die vielen Vorteile einer solchen Ausbildung aufzeigen soll – auf eine einfache, leicht verständliche und unterhaltsame Weise! mehr lesen...

Was macht eigentlich die Imagekampagne der Hessischen Jugendfeuerwehr?

Ihr Ansprechpartner: Gökan Tolga

Die läuft bestens! Seit dem Kampagnenstart im Januar ist einiges passiert – und es gibt viel Neues zu berichten. Da wären zum Beispiel zahlreiche Werbemittel mit unseren Botschaftern Hydro-Girl und Captain Firefighter, eine Grundausstattung für die hessischen Jugendfeuerwehren auf Kreis- und Gemeindeebene, zahlreiche Roadshows durch ganz Hessen sowie eine nagelneue Kampagnenwebsite und Social-Media-Kanäle wie Facebook, YouTube und Instagram. Doch eins nach dem anderen ... mehr lesen...