IHK Schulkampagne

S.O.S. – Skyline ohne Strom ist überall 

Ihre Ansprechpartnerin: Michaela Sadewasser Michaela Sadewasser

Angefangen in FrankfurtRheinMain hat der Appell zur sicheren Energieversorgung auch die Hauptstadt erreicht. 

Auf Einladung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung präsentierte sich unsere Schulkampagne „S.O.S. – Skyline ohne Strom“ bei den diesjährigen Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung. Siehe da: Das Thema elektrisiert also nicht nur unseren IHK-Bezirk. Richtig so! 

Die Schulen aus Frankfurt und Umgebung kennen das Projekt jetzt schon seit zwei Jahren. Überregional werden wir aber immer wieder gefragt, was es mit „S.O.S.“ eigentlich auf sich hat. Deshalb baten wir Detlev Osterloh, IHK-Geschäftsführer Innovation & Umwelt zum Kurzinterview.


1.    S.O.S. – Skyline ohne Strom? Ist das denn für unsere Region wirklich ein Thema?

Osterloh: Das Projekt „Skyline ohne Strom“ führt uns jetzt im zweiten Jahr an zehn Schulen der Stadt Frankfurt, des Main-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises. Die IHK Frankfurt am Main möchte so den Schülern die Themen Energienotwendigkeit und Energiewende praktisch näher bringen. Wir geben den Schülern die Möglichkeit, direkt mit der Politik und der Wirtschaft an einem Tisch über Energiezukunft zu diskutieren.
Um den Spaß am Projekt und die Motivation bei jungen Menschen zu wecken, haben wir den Titel „Skyline ohne Strom“ gewählt. Auch wenn die Skyline in Frankfurt keiner akuten Blackoutgefahr ausgesetzt ist – auch wegen privater Absicherungsmaßnahmen der Immobilienbesitzer und -nutzer – haben wir in Frankfurt am Main einen besonderen Bedarf an sicherer Energieversorgung. Im Industriepark in Höchst beispielsweise sind viele international handelnde Unternehmen auch der hochtechnologischen chemischen Industrie. In keiner anderen Region Europas gibt es außerdem so viele Rechen- und Serverzentren; ca. 80 Prozent des weltweiten Internetverkehrs laufen über Frankfurt. Für diese Unternehmen ist eine zuverlässige Versorgung mit Energie, dazu zählt neben Strom auch Wärme und Kälte, von existenzieller Bedeutung.

2.    Geht es wirklich um Energiesicherheit? Oder welche Aspekte sind der IHK besonders wichtig?

Osterloh: Im europäischen Vergleich ist die Region FrankfurtRheinMain Spitzenreiter bei einer sicheren Stromversorgung. Es geht hier vielmehr um eine unterbrechungsfreie Energieversorgung, die zudem aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird. Und genau hier liegt das Problem. Da der Anteil regenerativer Energien an der gesamten Stromversorgung zunimmt, nehmen auch die Eingriffe in unsere Netze seitens der Netzbetreiber zu. Diese überwachen unsere teils veralteten Netze und müssen die Strommengen von vielen kleinen, dezentral verteilten Erzeugungsanlagen bündeln und zu den Abnahmestellen weiterleiten. 
Außerdem geht es hier um das Thema Energieeffizienz. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Strom muss nicht erzeugt werden, kostet nichts und belastet die Netze nicht.

Die Wirtschaft in Frankfurt benötigt eine jederzeit sichere Energieversorgung in Form von Elektrizität, Wärme und Kälte. Diese muss umweltverträglich und zu möglichst geringen Kosten bereitgestellt werden.
Wir brauchen außerdem innovative Köpfe und eine herausragende Leistung von Ingenieuren. Nur wenn der Umbau des Energiesystems in Deutschland gelingt, kann das Mammutprojekt Energiewende zu einem internationalen Vorbild werden und Nachahmer finden. Die Schüler von heute sind unsere Fachkräfte von morgen.


Wer sich bunte Bilder von der Bühne der Bundesregierung angucken möchte, klickt hier. Und wer wissen möchte, warum auf der Abschlussveranstaltung dieses Jahr alle Lichter ausgingen, kann hier weiterlesen.

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Michaela Sadewasser Michaela Sadewasser


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