Design to business

From Communication to Design to Business

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…drei wichtige Schritte auf dem Weg zu Innovation und Wertschöpfung. Am 12. Dezember fand die vierte Design to Business Jahreskonferenz im Schlachthof Wiesbaden statt. Bereits zum zweiten Mal mit Unterstützung des Teams Mandelkern etabliert sich das Event langsam zur Institution für die Kreativwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet.

Design to Business ist ein Kind von IHK Hessen innovativ und ist in der IHK Offenbach zuhause. Ziel des Gemeinschaftsprojekts hessischer Industrie- und Handelskammern ist es, Unternehmen durch Vernetzung und Beratung durch Experten zu mehr Innovation, Wettbewerbsvorteil und schließlich mehr Erfolg zu verhelfen.

Die Jahreskonferenz zielt darauf ab, Menschen aus der Kreativwirtschaft und Unternehmen gleichermaßen Lernimpulse zu vermitteln, wie sie durch den Einsatz kreativer Methoden und die gezielte Gestaltung von Produkten und Prozessen mehr aus ihrer Arbeit machen können. Insbesondere mit voranschreitender Digitalisierung sehen sich weltweit viele Unternehmen –  vom Freelancer zum DAX-Giganten – mit schweren Herausforderungen konfrontiert. Wie hebe ich mich und mein Produkt von den anderen ab? Wie schaffen wir es auch als mittelständisches Unternehmen, mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten? Wie gehe ich mit der stückweisen Fragmentierung meiner Arbeitsabläufe durch den Projekte-Trend um? Wie bringe ich meine Belegschaft trotz wachsender Differenz dazu, konstruktiv und wertsteigernd zusammenzuarbeiten? Und: Welche Bedingungen muss ich erfüllen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Unsere Umwelt und unsere Ressourcen verändern sich. Zeit für Anpassung. Zeit für kreative Lösungen. Zeit für Design Thinking. Aber wie geht das? Und wozu überhaupt?

In acht Workshops hatten die mehr als 250 Gäste der Jahreskonferenz die Möglichkeit, sich mit gestalterischem Denken auseinander zu setzen und Methoden zu entwickeln, wie sie in ihrem Arbeitsalltag erfolgreicher sein können. Am Anfang stand immer der Dialog: Was ist gut, was bereitet Probleme, und was kann ich tun, um das Beste aus dem Status quo herauszuholen. Die Teilnehmenden sprachen über ihre eigenen Erfahrungen und Herausforderungen, nahmen Stellung, tauschten sich aus und vor allem: wechselten die Perspektive. Entscheidend im Prozess der Lösungsfindung war dabei immer die Zusammenarbeit mit den Teams.

Um Kollaboration und Anpassungsbereitschaft drehte es sich auch in den zahlreichen Keynotes der Jahreskonferenz. Die Welt verändert sich. Und wer sich nicht mit-verändert, geht unter. Mit maritimer Metaphorik spielte auch Frank Wendelstorf (Vodafone) in seinem Vortrag über Disruptive Innovationen in der Telekommunikationsindustrie. Er verglich Großkonzerne mit Dampfern und kleine kreative Startups mit kleinen Schiffen. Beide haben Angst voreinander: Die einen wollen so groß und mächtig sein wie die dicken Dampfer, die anderen wollen so flink und wendig sein, wie die kleinen Schiffe. Frank Wendelstorf ruft insbesondere die Großen auf, in die Kleinen zu investieren: „Kauft euch in die Startups ein, dadurch habt ihr einen Einblick in die Prozesse und das Know-how und könnt die Entwicklungen mitsteuern. Seht sie nicht als Bedrohung, sondern als Chance!“.

Als flink und wendig erwies sich auch Nico Köhler (Leica Camera AG), der die Veranstaltung mit seinem Vortrag über Smart Connected Products vollendete. Der spritzige, selbstbezeichnende „Tech-Enthusiast“ wirbelte auf die Bühne und zeigte dem Publikum eindrucksvoll, dass die Digitalisierung nicht etwa ein dystopisches Ammenmärchen sei, sondern Realität – hier, direkt vor unserer Nase. Es gilt also nicht mehr, sich „langsam für den digitalen Wandel vorzubereiten“, sondern sich darüber klar zu werden, dass die Digitalisierung schon im Alltag und der Wirtschaft gelebt wird. Die Welt ist smart und connected. Das ist inzwischen Standard! Wer sich jetzt noch lange vorbereitet, kann es dann auch gleich bleiben lassen.

Was haben wir also gelernt bei dieser Design to Business Jahreskonferenz? Wir müssen miteinander reden, zusammenarbeiten und unseren Tunnelblick ablegen. Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen und Synergien zu bilden, um weiter bestehen zu können. Und wir müssen uns stellenweise von dem trennen, was bisher funktioniert hat, um neues zu schaffen – unwissend, ob es funktionieren wird oder wie lange noch. Die Zukunft ist aufregend. Und sie ist jetzt.

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