Siebter Frankfurter Demografiekongress

Neue Kompetenzen braucht das Land – Rückblick auf den 7. Demografiekongress

Ihre Ansprechpartnerin: Joanna Cimring Joanna Cimring

Traue keinem über 30 oder: Wie sollen Führungskräfte ihr Unternehmen ins digitale Zeitalter führen, wenn sie – laut dem Keynotespeaker Prof. Dr. Gunter Dueck – selbst erst bei 1.3 statt der vielzitierten 4.0 stehen? Die Lösungen sind überraschend analog.

v.l.n.r.: Karl-Heinz Schulz, Prof. Dr. Mathias Müller, Prof. Dr. Gunter Dueck, Sonja Lambert, Markus Müller, Michael Kornhuber, Sven Astheimer

Die Digitalisierung krempelt die Arbeitswelt um: Angestellte sind nicht mehr an einen festen Arbeitsort und feste Arbeitszeiten gebunden. Projekte werden in wechselnden Teams durchgeführt, Entscheidungen im Kollektiv getroffen. Führung soll  nicht mehr hierarchisch, sondern „agil“ sein. Home Office, Co-Working Spaces und Jobsharing sind Begriffe, die nicht nur unseren Sprachschatz erweitern – sondern eben auch die Möglichkeiten, Arbeit neu zu organisieren. Aber kommt da noch jeder mit?

„Nein“, meinte neben vielen Teilnehmern auch Keynotespeaker Prof. Dr. Dueck. Im unternehmerischen Bereich können ehrgeizige Pläne oftmals deshalb nicht erreicht werden, „weil die Mentalität der Leute nicht mitkommt“, sagte Dueck. Die Mitarbeiter müssten sich mit einer Veränderung der Kernkompetenzen auseinandersetzen: „Die Digitalisierung läuft darauf hinaus, dass die Routinearbeit von Computern und Robotern übernommen wird. Menschen werden nur noch zum Ausführen einfachster Computeranweisungen gebraucht oder für Komplexeres wie Verhandeln, Verkaufen, Motivieren, Inspirieren und Durchsetzen. Leider bringen aber die wenigsten diese Fähigkeiten mit.“

Aber wer sagt denn, dass Unternehmen auch gleich bei 4.0 einsteigen müssen? Im Bistrotalk zeigten Start-up und „Alte Hasen“, dass die digitale Transformation ganz individuell begonnen werden kann. Auf dieser „Transformationsreise“ unterstützen digital gesteuerte Prozesse genauso wie ein modernes Verständnis von Mitarbeiterführung und kollegialem Miteinander. Hinterfragt werden sollten z.B. tradierte Stereotype und Altersbilder, die Personalmaßnahmen stark beeinflussen können. Oder anders gesagt: „Die Alten kriegen’s nicht hin!“. Besonders problematisch wird es dann, wenn die Generation Ü40 (ja, so jung kann man schon alt aussehen) diese Wahrnehmung auch noch teilt.

Wie moderne Arbeits- und Lebenswelten ineinandergreifen, wurde anschließend bunt und munter in mehreren Foren und in einem Barcamp diskutiert. Alle Inhalte und Präsentationen finden Sie auf der Seite des Demografienetzwerks. Viel Spaß beim Schmökern!

Und bis zum nächsten Jahr: zum 8. Demografiekongress am 22. März 2018 in der IHK Frankfurt!

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